20. September 2016

Im Juni haben wir einen Kurzurlaub mit Patenkind und Familie in Egmond aan Zee an der niederländischen Nordseeküste verbracht. Wie so oft an der Nordsee macht das Wetter was es will, sodass von Sonne bis Sturm, Sandsturm und Regen alles dabei war. Wir hatten eine nette kleine Ferienwohnung nur wenige 100 Meter vom Strand entfernt, sodass das nicht weiter tragisch war – bei Regen ab ins Warme, ne Tasse heiße Chocomel gemacht und durchs Fenster aufs Wasser geschaut.

Egmond aan Zee ist nicht gerade die Metropole von Welt (spätestens nach einer Stunde Bummeln hat man eigentlich alles gesehen, was es in diesem Ort so zu sehen gibt), aber ein Besuch lohnt sich trotzdem. Denn das was man zu sehen bekommt, ist wirklich nett – eine kleine Fußgängerzone (ich empfehle das Sinaasappel-Eis (Orange) beim Eismann vorne an der Ecke!), ein Leuchtturm, ein kleines Heimat-Museum, alles typisch holländisch mit Klinker-Fassaden und Kopfsteinpflaster, sowie den obligatorischen Let-Op-Drempels 😉 . Die Brötchen beim Bäcker waren der Hammer (eine kleine Selbstbedienungs-Bäckerei in der Fußgängerzone mit den weltbesten Mehrkorn- und Müsli-Brötchen).

Dazu ein Supermarkt mit (natürlich) typisch holländischen Produkten – endlich mal wieder den Laktritz-Vorrat auffüllen, Vla im Tetrapack kaufen, Hagelslag essen, Cassis-Fanta trinken und „Tony’s Chocolonely“-Schokolade naschen. Mittags eine Tüte Fritten (wahlweise mit Kibbeling oder als Fritten Spezial mit Mayo, Curry-Ketchup und frischen Zwiebeln). Mein Paradies.

Und der lange Sandstrand lädt natürlich zum längeren Verweilen ein. Schön zum Rumliegen, Burgen-Bauen oder Entlang-Spazieren. Einfach mal nichts tun. Da das nicht so einfach ist, war zumindest die Kamera als Beschäftigung immer dabei. Die Ergebnisse sind unten zu finden. Um die besondere Abendstimmung einzufangen, ist die Bearbeitung dieses Mal etwas stärker ausgefallen. So zur Abwechslung mag ich das mal.

Und was gibt es sonst noch so in der Ecke? Auch das benachbarte Städtchen Alkmaar ist einen Besuch wert. Niedliche Grachten, hübsche kleine Gässchen mit vielen Läden zum Bummeln, dazu ein Käsemuseum und holländische Fritten, was will man mehr?! Davon gibts keine Fotos, denn einer der oben erwähnten spontanen Regenschauer hat uns recht schnell wieder flüchten lassen. Rund um Egmond gibt es dann noch das Nordholländischen Dünenreservat, in das wir es leider nicht geschafft haben – Chocomel und Sandbuddeln waren einfach verlockender 😉 . Da mich die freilebenden schottischen Hochlandrinder aber doch sehr reizen und die Landschaft sich für Fotos anbietet, steht der Besuch des Dünenreservats für einen sicher kommenden Wieder-Besuch oben auf der Agenda.

27. Mai 2016

… wenn die Seele wieder bunt denkt.

Dieses Zitat schwirrte irgendwo auf meinen Wegen durchs Internet kürzlich an mir vorbei.
Zumindest für mich es ist absolut passend. Meine Bilder sind ja meist eher bunt, aber besonders im Frühling mag ich es, mit den Farben in Fotos zu spielen.

Irgendwie motiviert mich das Frühlingsgefühl:

– Wieder im T-Shirt nach draußen zu können,
– die Hosenbeine hochgekrempelt,
– einfach mal ein Eis kaufen und draußen essen ohne zu frieren,
– abends draußen sitzen und genießen, dass es wieder länger hell ist,
– der Balkon wieder hergerichtet und die Pflanzen wachsen von Tag zu Tag,
– Frühlingsregenschauern sorgen für ein anschließend besonders saftiges Grün,
– die Bäume und Blumen blühen um die Wette

(… und die Vögel wecken mich morgens um vier 😀 )

Ja, da kann man die Wintermüdigkeit endgültig abschütteln! 🙂

Dieses Jahr ist die Fotomotivation also momentan vorhanden und die Kamera aktuell eigentlich immer dabei.

Ein paar Impressionen aus der Erlanger Innenstadt, dem botanischen Garten und dem Erlanger Oberland möchte ich mit euch teilen, damit auch bei euch der Frühling einzieht!

10. November 2015

Ich mag ganz besonders diese Tage im Herbst, wenn das Wetter einen einfach an die frische Luft lockt: Es ist nicht so heiß wie im Sommer, aber noch warm genug, um ohne Jacke rauszugehen. Die Sonne scheint, aber sie steht nicht mehr so blendend grell am Himmel, sondern bietet eher ein sanftes Licht. Die bunten Herbstfarben der Blätter tragen ebenfalls dazu bei, dass ich dann einfach meine Kamera schnappen und einen Spaziergang machen muss. Ich habe das große Glück stadtnah, aber doch mitten in der Natur zu wohnen, also sind schöne Fotospots nicht weit – man muss bloß ein paar hundert Meter in den Wald hineinlaufen und schon kann man den Herbst stimmungsvoll auf den Sensor bannen.

Die leuchtend bunten Blätter bieten sich für Spiele mit der Unschärfe gerade zu an und ich finde, dass sich gerade im Wald Aufnahmen mit dem Teleobjektiv oder mit einer kleinen Blendenzahl lohnen, um einzelne Bereiche freizustellen und aus dem „Blätterwirrwarr“ herauszulösen.

14. September 2015

Letzte Woche war ich mal wieder ein paar Tage im schönen Elsass und konnte bei einer Wanderung ein paar Aufnahmen einer neugierigen und sonnenhungrigen Eidechse machen. Ich denke, dass es sich um ein Tier der Gattung der Mauereidechse (Podarcis) handelt, aber bei der genauen Art bin ich leider überfragt. Ich tippe nach einiger Recherche aber auf Podarcis muralis. Vielleicht ist es aber auch eine Waldeidechse (Zootoca vivipara), das könnte von der Färbung her auch passen.
Wenn jemand da mehr Ahnung hat als ich – immer gern her mit Vorschlägen!

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Und noch eins von der Landschaft, weil der Ausblick so schön war!

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18. Juli 2015

Schon seit über zwanzig Jahren geht es für mich immer wieder nach Föhr. Föhr ist eine der Nordfriesischen Inseln in Schleswig-Holstein. Da wir immer in der gleichen Unterkunft wohnen, ist es schon fast wie ein zweiter Zuhause für mich – man weiß, welcher Bäcker der beste ist, kennt den Weg zum nächsten Laden und weiß auch, wo es die besten Fischbrötchen gibt.

Da von Franken das Mittelmeer genauso schnell erreichbar ist, wie die Nordsee, fallen die Besuche dort leider momentan etwas spärlich aus. Die elendigen Staus am Elbtunnel in Hamburg tragen dazu ebenfalls bei. Dieses Mal haben wir daher die Zugverbindung getestet: Von Nürnberg aus ging es mit dem Zug nach Hamburg (Direktverbindung mit dem ICE, etwa 4 1/2 Stunden) und dann von dort nach Dagebüll, wo die Fähre ablegt. Mit nur einem Mal Umsteigen war die Fahrt ganz angenehm und auch die Zeite waren so angesetzt, dass die Fähre passend fuhr. Das war also wesentlich entspannter, als mit dem Auto.

Dieses Mal waren es für uns leider nur 2,5 Tage auf der Insel, aber es war wieder einmal toll! Ich mag Föhr ja bei jedem Wetter und habe dort sogar schon Sturm und Schnee erlebt, aber ein paar sonnige Tage sind vom Urlaubs-Feeling her kaum zu toppen. Es war nicht zu voll, die Seebrise machte die Hitze erträglich und die Gezeiten haben auch mitgespielt, sodass man nachmittags in der Nordsee schwimmen konnte. Dazu ein Strandkorb, ein gutes Buch und ein Mietfahrrad – was will man mehr!

Dieser Kurzurlaub war die erste Bewährungsprobe für meine neue Kamera, der Canon EOS 760D. Kurz gesagt: Das Display (der Klappmechanismus und die Displayauflösung) sowie das Fokussystem begeistern mich!

Einzig und allein ein Fakt begeistert mich leider gar nicht: Dass ich Lightroom upgraden musste, damit die neuen RAW-Bilder importiert werden können… 🙁

Und obwohl Sturm und Schnee sicher dramatischere Fotomöglichkeiten bieten (den Sonnenuntergang im Winter am Südstrand von Wyk kann ich empfehlen!), sind auch bei Sonne diesmal ein paar schöne Bilder entstanden.

14. August 2014

Hier nun die Landschafts-Fotos, die sich keinem der anderen Beiträge zuordnen ließen. Ob alte Brücken, nebelverhangene Lochs, enge Straßen oder alte Schäfer-Hütten, die Insel bietet einfach so viel zu bieten.

Auch beim An- und Abflug gab es dieses Mal einiges zu fotografieren, sodass sich auch ein paar wenige Bilder von der Aberdeener Gegend eingeschlichen haben.

Und auch heute gibt es eine Urlaubsweisheit:

Deutsche Stechmücken sind Babykram!
Wer ärgert sich nicht im Sommer über Mückenstiche?! Gerade als Naturfotograf hockt man auch gerne mal in einer Wiese oder steigt durch Gestrüpp und hohes Gras für ein gutes Foto und unweigerlich wird man dann von Mücken traktiert. Man kratzt sich, die Stiche werden rot, dick, heiß und jucken noch mehr… die Hölle, oder? Hm, in Schottland geht es schlimmer, denn da gibt es „Midges“. Diese Viecher sind etwa so groß wie die allbekannte Fruchtfliege nur leider beißen/stechen sie wie die großen. Im Sommer sind sie dort in Schwärmen zu finden, gerade bei warm-feuchtem Wetter. Sobald man auch nur eine Minute stehen bleibt, ist man von ihnen eingehüllt und wird gnadenlos zerstochen. Das Stechen ist nicht sonderlich schmerzhaft, aber später fängt es dann an zu jucken und Fenistil hilft dagegen gar nicht. Man kratzt und kratzt und wedelt mit den Armen, rennt umher um ja nicht stehen zu bleiben und am Ende hat man brennende und juckende rote Pusteln auf den Armen, Beinen, im Ausschnitt und im Gesicht, ja sogar unter den Haaren. Nicht schön, sage ich euch.

Gegen das Jucken gibt es Cremes (Antihistaminika), die das etwas lindern, gegen die Viecher selber gibt es Abwehrspray, das (je nach dem wen man fragt) gar nicht, etwas, oder ganz gut hilft. Wirkliche Abhilfe schafften nur langärmlige Kleidung und eine Art „Imkernetz“ über dem Kopf. Sah zwar dämlich aus, aber immerhin keine Midges im Gesicht. Mein Tipp: So ein Netz erst dort kaufen, denn ähnliche Produkte aus Deutschland sind nicht fein genug in ihrer Maschenstruktur.

 

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