erstellt am 12.08.2014 | Kategorie(n) Landschaft, Reisen, Schottland

Der zweite Teil meiner Urlaubs-Beitrags-Reihe widmet sich den Fotos von der Trotternish-Halbinsel und wieder habe ich eine interessante Urlaubserkenntnis für euch.

Ohne ordentliches Schuhwerk geht gar nichts!
Aus der schon erläuterten Definition von Wander“wegen“ lässt sich schon ableiten, dass man meist querfeldein läuft. Im größten Glücksfall ist dank der schottischen Schafbevölkerung eine Art Trampelpfad erkennbar, dem man folgen kann, oftmals ist das aber nicht der Fall. Man läuft also durch Wiesen und … tadaa … Moor und Sumpf! Natürlich ist Schottland und gerade die Highlands für seine Torfvorkommen bekannt, also ist das Vorhandensein von Moor eigentlich keine Überaschung, aber man kann ja nicht ahnen, dass der Wander“weg“ genau da durch führt. Es schmatzt bei jedem Schritt, man sinkt ein, das Wasser schwappt am Knöchel hoch und Dank des klischeehaft wechselhaften schottischen Wetters und des Regens in der Nacht kommt neben dem wassergesättigten Moor an den normalerweise eher erdigen Stellen auch noch Schlamm und Matsch hinzu. Außerdem muss man Flüsse überqueren, oder besser gesagt durchqueren: Es geht über sogenannte „Stepping Stones“ über manchmal 2m breite Flüsse. Durch den schon genannten Regen kann es aber durchaus vorkommen, dass die Steine sich unter Wasser befinden. Dann heißt es entweder umdrehen, oder irgendwie durch.

Ich kann nur sagen: Ich war wirklich dankbar für meine wasserfesten, knöchelhohen Wanderschuhe! Ob durch flaches Wasser (der „Weg“ schien manchmal in ausgetrockneten Flussbetten zu verlaufen, die aber nach dem Regen wieder etwas Wasser führten), Moor (schmatz, schmatz), oder über glitschige Steine in Flüssen, mit ordentlichen Schuhen ist das machbar. Man sollte keine Angst vor Schmutz auf Schuhen, Hose oder Beinen haben, aber wenn man damit kein Problem hat, dann ist es eine Erleichterung einfach Wandern zu können ohne bei jedem Schritt übermäßig den Untergrund prüfen zu müssen. In diesem Zusammenhang winke ich den netten Reisebus-Mädels zu, die versucht haben, einen Wasserfall mit Flip-Flops zu erklettern.

Die Halbinsel Trotternish liegt im Nordosten der Insel. Wir haben hier den Storr erwandert (nicht nur den „Old Man of Storr“, sondern bis zum Gipfel in 719m) und uns am Quiraing versucht. Leider mussten wir aufgrund widriger Wetterumstände bei Letzterem auf eine Gipfelbesteigung und eine Rundwanderung verzichten. Die Aussieht war dennoch grandios und das „schlechte“ Wetter tat der Lichtstimmung keinen Abbruch.

 

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